Für Firmen hebt sie Schätze aus: Indem sie ihren Kern und ihr wichtigstes Potenzial freischaufelt, fördert die Marketing-Frau mit dem Riecher für das Besondere ihren Kunden das Gold von morgen zu Tage. Ich hatte vor kurzem die Freude, mich mit der Genießerin mit dem Audrey-Hepburn-Mund zu einem Abendessen zu verabreden. Sie beeindruckte mich dadurch, dass Sie alles, was sie beruflich oder privat anpackt, mit großer Freude und Leidenschaft tut. Lesen sie hier, wie sie über das Thema Genuss denkt:

 

Liebe Maren, was bedeutet für Dich „Genuss“?

Genuss ist Liebe, die ich mir selbst schenke – einfach alles, das mir gut tut, meine Sinne & mein Herz erfreut und meine Lust aufs Leben entfacht.

Und noch so viel mehr als Augenweiden, Ohrenschmaus, Gaumenkitzel, geistige Kost, körperliche Lust, Energie aus Natur & Sport, Stille und gemeinsames Erleben; Genuss bedeutet für mich weiter gefasst Selbstentfaltung, Sinnstiftung und Selbstwirksamkeit. Genießen nicht nur als Erlebnis sondern auch als Haltung.

Deshalb ist Lebensgenuss meine Leidenschaft, mein Dynamo und meine Mission.

 

Was braucht man Deiner Meinung nach, um genießen zu können?

Ein Bewusstsein für unsere Bedürfnisse und Sehnsüchte, Achtsamkeit, eine intensive Beziehung zu unseren Sinnen, die liebevolle Hingabe zu den Details – und einen wohldosierten Cocktail aus Neugier, Muße, Fantasie und Freude.

 

Kannst Du gut genießen? War das schon immer so oder hast Du das gelernt? Wenn ja, wodurch?

Ja, ich kann gut genießen und bin bestimmt schon als Genussmensch zur Welt gekommen.

Obwohl der Genuss immer eine große Rolle in meinem (Berufs-)Leben gespielt hat, habe ich ihn vor ein paar Jahren in einem Seminar erst in seiner ganzen Tiefe wahrgenommen, um ihn dann bewusst wertschätzen zu können. Der Lernprozess dabei war, mich selbst & meinen Wesenskern besser kennenzulernen, Authentizität zu entwickeln und Selbstfürsorge zu üben. Meine Theorie ist ja: Wer sich selbst kennt, genießt besser.

Und das Genießen „trainiere“ ich natürlich regelmäßig, der Genuss ist ja ein „Muskel“ – ich glaube, jeder Genießer übt sein Leben lang, wo immer er kann :-)

 

Was genießt Du an Deiner Arbeit?

Meine Arbeit und mein Leben sind eine offene Beziehung – ich bin Lebensgenießerin und Genussarbeiterin (den Ausdruck habe ich von Dir kennen- und liebengelernt, liebe Susanne.)

Lebensgenuss bei meinen Coachees & Workshop-Teilnehmern zu entfalten und als Speaker dazu zu inspirieren, ist ein Hochgenuss für mich.

Welchen Gewinn bringt Dir „Genuss“? Welche Vorteile hat es für Dich, immer wieder ausgiebig zu genießen?

Ich kann zwischen zwei Augenblicken meine Welt anhalten & Urlaub im Alltag machen. Genuss ist (m)ein schönstes Wohlgefühl.

Dazu sind Genießer nachweislich gesünder, kreativer und produktiver.

Und Genuss steigert unsere Glücksblutwerte um 27 Prozent – wodurch wiederum unser Wohlbefinden (wissenschaftlich messbar) wächst. Toller Benefit: Schon ein kurzer Augenblick Wohlbefinden reicht für unser Gehirn, um aus dem Stress-Modus mit eingeschränkter Wahrnehmung in den Entspannungs-Modus mit Perspektivwechsel umzuschalten.

 

Kann Genuss auch Nachteile haben?

Für mich ist die zentralste Frage in diesem Zusammenhang — wie findet Genuss das rechte Maß und was ist das überhaupt?

Je nach Gusto — nach Mae West:

Zu viel von einer guten Sache kann wundervoll sein.

Oder nach Paracelsus:

Die Menge macht das Gift.

Und: Das Genießen ist ohne Frage eine der subtilsten und gleichzeitig schönsten Formen der Aufschieberitis.

 

Es gibt Menschen, die von sich sagen, sie könnten nicht gut genießen. Was würdest Du denen auf den Weg geben?

Wenn wir die kleinen & großen Freuden im Alltag schätzen und genießen können, schenkt uns das Leben als Dank die schönsten Momente. Versprochen.

 

Danke für dieses wundervolle Interview! Alles Gute zu Deinem Geburtstag, liebe Maren. Lass Dich feiern und genieße den Tag!

„Lebensgenuss ist mein Dynamo“: Maren Lunkenheimer im Geburtstagsinterview
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